Jeder Druckstandard und jedes Papier hat seine eigenen Eigenschaften, die es zu berücksichtigen gilt und die das Endergebnis farblich beeinflussen. Das heißt: was Sie an Ihrem Bildschirm sehen wird, ist nicht immer das, was letztendlich gedruckt vorliegt. Das WYSIWYG-Prinzip (What you see is what you get) funktioniert nur bedingt. Daher ist es wichtig, dass Sie vor dem aufwändigen und teuren Druck die Druckdaten individuell für Druckverfahren und Papierqualität aufbereiten und das Ergebnis mit farbverbindlichen Digitalproofs absichern.

Hier ein Auszug der gängigen Druckstandards:

Gestrichenes Papier (Offsetdruck)
Vielen als Kunst- oder Bilderdruckpapier bekannt, sind gestrichene Papiere das gängigste Material – vom Flyer bis hin zur Imagebroschüre. Die Oberfläche ist leicht geglättet. Ob matt oder glänzend, dank großer Vielfalt findet hier jeder was er braucht. Für Produkte mit semimatter Oberfläche kommt bei uns das GMG ProofPaper premium semimatte 250 mit dem Druckstandard ISO Coated v2 (ECI) zum Einsatz.

Zeitungsdruckpapier (Rollenoffsetdruck)
Zeitungsdruckpapier ist größtenteils Recyclingpapier mit einem hohen Anteil an Altfasern. Dadurch hat das Papier eine starke Eigenfärbung. Außerdem hat Zeitungsdruckpapier eine hohe Saugfähigkeit, wodurch viel Farbe im Papier verschwindet – sogenanntes „Wegschlagen“. Dem sollte in der PostProduction entgegengewirkt werden. Wir verwenden für unsere Proofs das GMG NewsPaper 76 für den Druckstandard ISOnewspaper 26v4.

Holzfreies ungestrichenes Papier (Offsetdruck)
Durch ihre natürliche Haptik, haben ungestrichene Papiere sehr an Popularität gewonnen. Durch das hohe Papiervolumen werden sie gerne für ansprechende und wertige Drucksachen verwendet. Doch das Papier ist sehr saugstark und setzt, wie auch das Zeitungsdruckpapier, in der PostProduction eine professionelle Anpassung der Bilddaten voraus, um im Druckergebnis nicht zu enttäuschen. Für unsere Proofs nutzen wir das GMG ProofPaper matte 140 für den Druckstandard PSO Uncoated ISO12647.

SC-Papier (Tiefdruck)
SC-Papiere sind „super calendered“ (super satiniert) Papiere und werden für die Produktion von Magazinen mit hoher Auflage genutzt. Sie sind ungestrichen, haben eine hohe Oberflächengüte und punkten durch eine tolle Bildqualität im Druckergebnis. Jedoch bildet der Tiefdruck einen eigenen Farbraum ab, weshalb Druckdaten vom Offsetdruck nicht einfach für den Tiefdruck genutzt werden sollten – besonders hinsichtlich der Kosten, die mit einer Tiefdruckauflage unweigerlich verbunden sind. In Verbindung mit dem Druckstandard PSR SC Plus v2 nutzen wir das GMG ProofPaper semimatte light 190.

LWC-Papier (Tiefdruck)
LWC-Papiere sind „light-weight-coated“ (leicht gestrichene) Papiere und bestechen durch einen hohen Weißgrad und eine hohe Oberflächengüte. Durch das geringe Papiervolumen sind sie vor allem in der Produktion von Katalogen, mit hohem Anspruch an die Bildqualität, sehr beliebt. Auch hier gilt es, den tiefdrucktypischen Farbraum zu berücksichtigen. Unsere Proofs im Druckstandard PSR LWC Plus v2 liefern wir auf GMG ProofPaper semimatte light 190.

Falls Sie Druckstandards vermissen oder Proofs, z.B. für Papiere mit optischen Aufhellern (OBA) benötigen, sprechen Sie uns gerne an:

www.digiboxgmbh.de/contact/